Bei der Lohmühle 23, 23554 Lübeck

Impingementsyndrom oder subakromiales Engpasssyndrom, Schulterengpasssyndrom, subakromiales Impingement, Subakromialsyndrom (SAS), Engesyndrom, Schulterengesyndrom, subakromiales Schmerzsyndrom, subacromiale Bursitis, subacromiales Syndrom, subacromiale Stenose, Supraspinatussyndrom, Rotatorenmanschettensyndrom, Periarthropathia humeroscapularis

Das eigentliche Schultergelenk (Articulatio humeri) wird von dem Oberarmknochenkopf (Caput humeri) und dem Schulterblatt (Scapula) gebildet. Es ist ein muskelgesichertes Kugelgelenk und lässt Bewegungen in alle Richtungen zu. Als Impingementsyndrom bezeichnet man eine schmerzhafte Einklemmung von Weichteilgewebe im Raum zwischen Oberarmkopf (Humerus) und Schulterdach (Akromion). Durch knöcherne Veränderungen des Schulterdachs sowie Schleimbeutelentzündungen (oftmals hervorgerufen durch Fehlhaltungen wie hochgezogene Schultern und Rundrücken in Kombination mit Überkopfarbeiten). Im Bereich dieses Raumes kommt es zu einer Verengung, welche zu einem Anstoßen der Sehne mit mechanischer Überlastung führt.

Symptome

  • akut auftretender Schmerz, verstärkt unter Belastung
  • nächtlicher Armschmerz
  • Abspreizen des Armes zur Seite zwischen 60 und 120 Grad schmerzhaft
  • Einschränkungen der endgradigen Beweglichkeit
  • später auch Ruheschmerz
  • grobe Kraft und passive Beweglichkeit sind erhalten
Impingementsyndrom, Physiotherapie Lübeck Physiotherapie Knappe

Behandlung

Im Frühstadium immer konservativ (nicht-operativ). Bei längerfristig bestehenden Schmerzen oder größeren knöchern bedingten Veränderungen eventuell operative Maßnahmen, die Platz unter dem Schulterdach schaffen und den Druck auf die Sehnen mindern sollen. Das klassische Verfahren hierbei ist die Akromionplastik, bei der endoskopisch knöcherne Veränderungen und entzündete Weichteile abgetragen werden oder gegebenenfalls zu straffe Bänder durchtrennt werden. Eine physiotherapeutische Nachbehandlung mit oben genannten Maßnahmen schließt sich unmittelbar an.

Therapie

  • Kältetherapie (im Akutstadium) oder Wärmetherapie
  • Schonung (Meiden von Überkopfbewegungen)
  • Bewegungsübungen zum Erhalt der Beweglichkeit
  • Haltungsschulung
  • Muskelkräftigung
  • Dehnübungen
  • Traktion
  • Iontophorese, Ultraschall, Hochvoltströme
  • Querfriktion der betroffenen Sehne

Komplikationen

  • dauerhaft eingeschränkte Beweglichkeit bis hin zum Einsteifen der Schulter, wenn keine frühzeitige physiotherapeutische Behandlung erfolgt
  • fortschreitende Sehnenschäden bis hin zur Rissbildung
  • Verklebungen, Verwachsungen
  • Operationsrisiken

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