Bei der Lohmühle 23, 23554 Lübeck

Rotatorenmanschettenriss oder Rotatorenmanschettenläsion, Rotatorenmanschettenruptur, Riss der Supraspinatussehne, Rotator cuff rupture, Periarthropathia humeroscapularis pseudoparetica, Sehneneinriss, Sehnenriss

Die Rotatorenmanschette besteht aus vier Muskeln (M. supraspinatus, M. infraspinatus, M. teres minor, M. subscapularis), welche vom Schulterblatt zu zwei knöchernen Vorsprüngen (Tuberculum major und Tuberculum minor) am Oberarmknochenkopf ziehen und die muskuläre Umhüllung des Schultergelenks bilden. Sie ist für die Stabilisierung des Schultergelenks verantwortlich, sowie für die Rotationsbewegung und das Abspreizen des Armes.

Ein Riss der Rotatorenmanschette entsteht häufig durch ein Trauma (z.B. Sturz auf den ausgestreckten Arm) oder durch eine Verschleißerscheinung der Sehnen durch lang anhaltende mechanische Reizung, wobei die Supraspinatussehne am häufigsten betroffen ist. Die Sehne kann entweder vollständig (Totalruptur) oder teilweise (partielle Ruptur) (an-)gerissen sein.

Symptome

Riss in Folge eines Unfalls

  • plötzliche starke Schmerzen in der Schulter und im seitlichen Oberarm, eventuell ausstrahlend bis in die Hand
  • Liegen auf betroffener Seite evtl. nicht möglich
  • Druckschmerzen im Ansatzbereich der Supraspinatussehne
  • bei einem kompletten Riss sind das seitliche Abspreizen und die Außenrotation des Armes nicht möglich

Riss verschleißbedingt

  • oftmals symptomlos
  • Kraftlosigkeit des Armes
  • Druckschmerzen im Ansatzbereich der Supraspinatussehne
  • langsam zunehmende Schmerzen bei Bewegung
  • Schmerzen nehmen nachts zu, Liegen auf betroffener Seite eventuell nicht möglich
Rotatorenmanschettenriss, Physiotherapie Lübeck Physiotherapie Knappe

Behandlung

Konservativ (nicht operativ). Bei sehr starken Schulterschmerzen und Einschränkungen, hohen Ansprüchen an die Beweglichkeit (z.B. bei Sportlern) oder erfolgloser konservativer Therapie nach sechs Wochen ist eine operative Therapieform angezeigt. Hierbei wird entweder arthroskopisch (bei kleineren Rissen) oder offen operiert und die Sehne wieder zusammen genäht oder am Knochen mittels Ankern oder Nähten fixiert. Eine physiotherapeutische Behandlung schließt sich unmittelbar an.

Therapie

  • Schonung, eventuell Ruhigstellung
  • Kälteanwendungen
  • schmerzfreie Bewegungsübungen
  • Dehnübungen
  • Medikamentengabe
  • Elektrotherapie

Komplikationen

  • Operationsrisiken
  • Verklebungen
  • Bewegungseinschränkung
  • Kraftminderung
  • erneute Ruptur
  • Nahtauseinanderweichung

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