Bei der Lohmühle 23, 23554 Lübeck

Sprunggelenk oder Bandruptur, Außenbandruptur, Bänderriss im Sprunggelenk, Ruptur nach OSG-Distorsion, Supinationstrauma, Riss des Ligamentum fibulotalare anterius, Riss des Ligamentum fibulocalcaneare, Bänderriss im Sprunggelenk

Sprunggelenksverletzungen sind die mit am häufigsten auftrenden Sportverletzungen überhaupt (ca. 25%). Das Sprunggelenk ist in seiner Funktion als Stoßdämpfer und Gleichgewichtsregulierer tätig. Man unterscheidet drei Arten von Verletzungen:

  • Bandverletzungen (Innen- und Außenbandrisse)
  • Brüche (Frakturen)
  • Prellungen (Kontusionen)

Bänderriss

97% aller Sprunggelenksverletzungen sind Verletzungen des Außenbandapparates, entstanden durch ein Umknicken nach außen.

Symptome

  • Schmerzen bei Bewegung und Belastung
  • Schwellung
  • Bluterguss, der sich ab dem 2. Tag zur Ferse hin ausbreitet
  • Druckempfindlichkeit vor/unterhalb des Außenknöchels

Innenbandverletzungen hingegen treten nur sehr selten auf (ca. 3%). Auch hier zeigen sich die gleichen Symptome wie bei den Außenbandverletzungen, nur dass das Hämatom jetzt innenliegend ist. Im Zusammenhang mit Bandverletzungen treten häufig Syndesmoseverletzungen auf, die meistens erst bei der genauen ärztlichen Diagnostik entdeckt werden. Auch hier zeigen sich ähnliche Symptome:

  • Druckempfindlichkeit und Schwellung auf dem Spann des Fußes
  • Drehung des Fußes nach außen nicht mehr möglich
  • Auftreten nicht mehr möglich

Behandlung

Abhängig von der Schwere der Verletzung und der physiotherapeutischen Begleitbehandlung kann eine Sprunggelenksverletzung zwischen einer Woche und acht Wochen (z.B. nach einer OP) dauern. Beschwerden hingegen können jedoch auch längerfristig bestehen, z.B. wenn keine adäquate Therapie durchgeführt wurde und eine chronische Instabilität entstanden ist.

Sprunggelenk, Physiotherapie Lübeck Physiotherapie Knappe

Therapie

  • Pausieren, Eis, Kompressionsverband, Hochlagern (PECH-Regel)
  • Physikalische Therapie
  • frühzeitige funktionelle Bewegungsübungen und Belastungen mit einer angelegten Schiene oder einem Tape
  • in der Rehabilitationsphase funktionelle Übungen / Krafttraining / Bewegungsübungen
  • Koordinationstraining (Propriozeptiv) ist von großer Bedeutung, da die Gefahr einer erneuten Verletzung sehr groß ist

Komplikationen

  • bleibende Instabilität führt zu Fehlbelastung und das wiederrum zur Arthrose
  • Verknöcherung der Syndesmose führt zum Funktionsverlust
  • verfrühtes Ausüben von Sportarten provoziert häufig eine erneute Verletzung im betroffenen Bereich

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